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05.10.2010 / Feuilleton / Seite 12

Industrial Memories reloaded

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
Die Agfa-Orwo-Story. Geschichte der Filmfabrik Wolfen und ihrer Nachfolger«, heißt das Buch, das Rainer Karlsch (Wirtschaftshistoriker) und Paul Werner Wagner (Kulturwissenschaftler) in der vergangenen Woche in der Möwe vorstellten, dem ehemaligen DDR-Künstlerclub und jetzige Domizil der Landesvertretung Sachsen-Anhalt. Initiiert hatte diese Betriebsgeschichte die landeseigene MDSE (Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungs-Gesellschaft), die eigentliche Rechtsnachfolgerin der Filmfabrik. Ihre Aufgabe ist die Boden- und Grundwassersanierung. Außerdem versucht man, die Liegenschaften »wieder in Umlauf zu bringen«, wie MDSE-Geschäftsführer Thomas Naujok erklärte. Weil einige Solarenergie-Firmen sich im »Chemiepark Wolfen Bitterfeld« angesiedelt haben, spricht man bereits von einem »Solar-Valley«. Licht wird nun nicht mehr in bunte Bilder, sondern in reine Energie umgewandelt.

Am Anfang ging es um die Herstellung von Teerfarben. Dazu gründeten die Chemiker...

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