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02.10.2010 / Ausland / Seite 7

Neuanfang mit Correa

Bilanz der Regierung Ecuadors kann sich sehen lassen, doch Linke und Indígenas kritisieren den Präsidenten trotzdem

Benjamin Beutler
Kaum jemand rechnete im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Ecuador am 26. November 2006 damit, daß der damals 43 Jahre alte Wirtschaftswissenschaftler Rafael Correa aus ihr als Sieger hervorgehen würde. Sein schärfster Gegenkandidat war der »Bananenkönig« und Milliardär Álvaro Noboa. Aus eigener Tasche hatte der reichste Mann des Andenlandes den teuersten Wahlkampf aller Zeiten bezahlt. Doch trotzdem verlor der Unternehmer die Stichwahl, am Ende lag Correa mit 56,6 Prozent der Stimmen mehr als 13 Prozentpunkte vor seinem Konkurrenten. Correas Stärke war, daß er ohne eine Partei angetreten war, denn durch innenpolitische Krisen und Korruptionsskandale hatten die alten politischen Vereinigungen bei der Mehrheit der 13 Millionen Ecuadorianer jede Glaubwürdigkeit verspielt. Statt »Partidokratie« versprach der spätere Präsident eine »Bürgerrevolution«, Demokratie von unten statt von oben.

Ecuador stabilisiert

Correa steht für einen Neuanfang in Politik und ...

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