Der Schwarze Kanal
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25.09.2010 / Ausland / Seite 7

Alle Jahre wieder

US- und EU-Diplomaten wollten bei der UN-Vollversammlung in New York Kritik des iranischen Präsidenten nicht hören

Knut Mellenthin
Die Tradition des rituellen Auszugs aus der UN-Vollversammlung wird fortgesetzt. Während der Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Donnerstag nachmittag (Ortszeit) verließ die US-amerikanische Delegation den Saal. Ihr folgten die Vertreter Kanadas, Australiens, Neuseelands, Costa Ricas sowie aller EU-Staaten. Auslöser der mittlerweile schon routinierten Empörung waren diesmal Sätze des iranischen Präsidenten zum 11. September 2001. Es reichte bereits aus, daß er den »rund 3000 Menschen«, die damals in New York ums Leben kamen, die Tatsache gegenüberstellte, daß bis heute in Afghanistan und im Irak »Hunderttausende Menschen getötet, Millionen verletzt und aus ihrer Heimat vertrieben« wurden.

Was Ahmadinedschad dann noch sagte, hörten die westlichen Diplomaten höchstens noch im Rausgehen: Hinsichtlich der Verantwortlichen für die Anschläge vom 11. September gebe es drei Sichtweisen: nämlich die offizielle Terroristen-Theorie, dann die Mö...

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