20.09.2010 / Thema / Seite 10

Augen im All

Analyse. Spätestens ab 2014 will die Europäische Union mit sechs neuen Aufklärungssatelliten zur »maßgebenden Weltraummacht« werden. Die Daten aus dem Orbit sollen unter anderem von Militär, Geheimdiensten und Polizei genutzt werden

Matthias Monroy
Mit der »Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung« (Global Monitoring for Environment and Security – GMES) schafft sich die Europäische Union ein umfangreiches Programm zur Sammlung und Auswertung von Daten aus der Satellitenaufklärung. GMES wurde 2005 in einer »strategischen Grundsatzentscheidung« eingerichtet und baut seitdem auf bereits bestehenden Institutionen und Kapazitäten auf. Integriert sind beispielsweise nationale Satellitenprogramme der EU-Mitgliedsstaaten Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien, aber auch die Kanadas und der USA. Die EU-Satellitenaufklärung soll ab 2014 voll einsatzbereit sein und fortan die Abhängigkeit vom Material kommerzieller Satelliten verringern. Neben dem ebenfalls im Aufbau befindlichen Satellitennavigationssystem GALILEO, das GPS-Daten zur räumlichen Positionierung liefert, verfügt die EU damit laut ihrer Kommission über ein »zweites Flaggschiff« europäischer Weltraumpolitik, das auf »erhöhte Siche...

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