04.09.2010 / Ansichten / Seite 8

Bundeswehr-Rambo

Kundus bleibt eine offene Wunde

Werner Pirker
Ein Jahr nach dem von einem deutschen Oberst befohlenen Luftangriff auf zwei Tanklaster im afghanischen Kundus-Tal meint die Bundesregierung, den Vorfall aufgeklärt und ihre Schuldigkeit gegenüber den Angehörigen der Opfer getan zu haben. Doch weder das eine noch das andere ist im ausreichenden Maße geschehen.

Oberst Klein, der den Befehl zum Angriff auf die um die Laster versammelten Menschen, in ihrer überwiegenden Mehrheit Zivilisten, gab, ist für sein Handeln nicht zur Verantwortung gezogen worden. Die Bundeswehr hat erst gar kein Verfahren gegen ihn eingeleitet. Die Bundesanwaltschaft meinte, ihm kein strafbares Verhalten vorwerfen zu können. Er habe nicht wissen können, daß die – von ihm zum Bombenziel gemachte – Menschenmenge hauptsächlich aus Zivilisten bestand, lautete Kleins Rechtfertigung. Unberücksichtigt blieb die Aussage der US-Piloten, die den deutschen Oberst von einem sofortigen Bombardement abzubringen versuchten und ihm auc...

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