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27.08.2010 / Ansichten / Seite 8

Beißreflexe

Westerwelle auf Kinkels Spuren

Werner Pirker


Serbien müsse in die Knie gezwungen werden, lautete einst die von FDP-Außenminister Klaus Kinkel vorgegebene Linie in der deutschen Balkan-Politik. In diesem liberalen Geist scheint auch Guido Westerwelle unterwegs zu sein. Gerade erst in Belgrad angekommen, überschüttete er seine serbischen Gastgeber bereits mit heftigen Vorwürfen. Wer Statusfragen aufmachen wolle, obwohl der Internationale Gerichtshof in Den Haag sein Urteil bereits gefällt habe, sagte er auf einen von Serbien in die UN-Vollversammlung eingebrachten Resolutionsentwurf Bezug nehmend, habe noch einiges an eigener Arbeit zu erledigen. Diese Arbeit besteht offenbar in der völligen Anpassung an Positionen, wie sie der Herr Westerwelle vertritt. Eine solche lautet: »Für uns ist die territoriale Integrität des Kosovos außerhalb jeder Diskussion.« Folgerichtig hat die Zerstörung der territorialen Integrität Serbiens kein Thema mehr zu sein. Auch wenn die UN-Resolution 1244 aus dem Jahr 1999 au...

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