14.08.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Fidel vermittelt

Kolumbianische Senatorin zu Besuch in Havanna. Gespräche mit dem früheren kubanischen Präsidenten Castro. Spekulationen um Anschlag in Bogotá

André Scheer
Der frühere kubanische Präsident Fidel Castro scheint sich als Vermittler in dem seit Jahrzehnten anhaltenden Bürgerkrieg in Kolumbien anzubieten. Am Donnerstag (Ortszeit) empfing er in Havanna die kolumbianische Senatorin Piedad Córdoba, die in der Vergangenheit mehrfach mit der Guerilla des süd­amerikanischen Landes die Freilassung von Gefangenen ausgehandelt hatte. Obwohl sich die kubanischen Agenturen über die Details der Unterhaltung ausschweigen und nur protokollarisch vermelden, daß sich beide »optimistisch für einen Sieg des Friedens und den Aufbau einer neuen Welt« gezeigt hätten, läßt ACN zumindest durchblicken, daß es nicht bei einem einmaligen Treffen bleiben soll. Noch am Sonntag wird Fidel Castro demnach eine »Gruppe der wichtigsten Führungspersönlichkeiten« Kolumbiens empfangen, »die für den Frieden kämpfen«.

Fidel Castro wäre momentan in einer bequemen Lage für eine Vermittlungstätigkeit in Kolumbien. Da er keine offizielle Funktion mehr ...

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