14.08.2010 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Kein Existenzminimum ohne Kulturminimum«

Gespräch mit Klaus Störch. Über die Ausgrenzung von Obdachlosen, den Kampf um einen Sozialpaß und russische Balladen in der Wohnungslosenhilfe

Sabine Kebir
Klaus Störch ist Leiter des von der Caritas betriebenen Hauses Sankt Martin am Autoberg in Frankfurt-Hattersheim

Wenn sozial Ausgegrenzten und Wohnungslosen in Zeiten der Zuspitzung neoliberaler Politik »individuelles Versagen« vorgeworfen und Unterstützung nur nach dem Motto »Fordern und Fördern« gewährt wird, steigt die Verantwortung sozialer Hilfseinrichtungen. Das »Haus Sankt Martin« am Autoberg in Frankfurt-Hattersheim geht ungewöhnliche Wege, um die Verbindung zwischen Wohnungslosen, den Bürgern im Umfeld und der Gesellschaft zu stärken. Neben der Organisation von Hilfe veranstalten Sie auch öffentliche Kulturevents wie Lesungen, Diskussionen, literarische Wettbewerbe und Ausstellungen. Was sind die primären Aufgaben des Hauses am Autoberg?

Das »Haus Sankt Martin« ist eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe. Unser Haus liegt im Speckgürtel von Frankfurt am Main, knapp zwanzig S-Bahn-Minuten von der Wirtschafts- und Finanzmetropole entfernt. Träger i...

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