12.08.2010
In Sachsen ticken die Uhren anders
Demokratie von oben: Dem Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium in Großröhrsdorf wird die Ablegung des nazibelasteten Medizinernamens verweigert (Teil II und Schluß)
Von Peter Rau
Während der DDR ihr »verordneter Antifaschismus«
nach wie vor zu delegitimatorischen Zwecken vorgehalten wird, sorgt
im CDU/FDP-regierten Freistaat Sachsen ein ganz anderes
Verordnungswesen für Furore. Die dortzulande nicht nur in
Großröhrsdorf geführten Debatten pro und kontra des
Namenspatrons Ferdinand Sauerbruch (1875–1950) für das
ortsansässige Gymnasium läßt sich an zwei
Schlagzeilen der Sächsischen Zeitung festmachen:
»Sauerbruch-Gymnasium trennt sich v...
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