26.07.2010 / Politisches Buch / Seite 15

Eine Unerschrockene

Manfred Gailus würdigt den Widerstand von Elisabeth Schmitz

Friedrich Martin Balzer
Die Biographie von Elisabeth Schmitz, die Manfred Gailus unter den Titel »Mir aber zerriß es das Herz« gestellt hat, zeichnet nach mehreren Vorarbeiten zum ersten Mal das Leben der stillen Kämpferin gegen die Ausgrenzung und Verfolgung von Juden und Christen jüdischer Herkunft in Deutschland umfassend nach.

Geboren 1893, im gleichen Jahr wie die religiösen Sozialisten Erwin Eckert und Heinz Kappes, die sich bereits im Kirchenkampf vor 1933 der »armseligen Judenhetze«, die in der Barbarei enden würde, widersetzt hatten, entwickelte Elisabeth Schmitz sich zu einer einzigartigen Persönlichkeit des deutschen Protestantismus. Seit 1921 Lehrerin in Berlin, nahm Schmitz ab 1933 als wache Zeitgenossin die Verfolgung der deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft wahr und wandte sich mit mehreren Mahnschreiben an ausgewählte Vertreter der kirchlichen Opposition und einer Denkschrift an die Kirche.

Judenverfolgung

In einem bildungsbürgerliche...

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