20.07.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kampf um Geldquelle

Nord-Süd-Konflikt bei der UNO: Entwicklungsländer fordern, Zugang zu Wasser als Menschenrecht zu verankern. Industriestaaten mauern

Thalif Deen, IPS
In den Vereinten Nationen bahnt sich ein elementarer Nord-Süd-Streit an. Ein Großteil der Entwicklungsländer will das Recht auf Wasser als allgemeines Menschenrecht festschreiben. Doch vor allem einige Industriestaaten blockieren den Vorstoß. Der zweiseitige Entwurf geht auf eine Initiative Boliviens zurück und soll bis Ende Juli der UN-Vollversammlung zur Abstimmung vorliegen. Im Moment wird noch an den Formulierungen gefeilt, damit er alle politischen Hürden nehmen kann – und das sind nicht wenige.

Vor allem die kanadische Regierung stellt sich bisher quer. »Aber auch Australien, die USA und Großbritannien halten den Prozeß auf«, so Maude Barlow, die Gründerin des in Kanada beheimateten »Blue Planet Project«, das sich für den Schutz der weltweiten Wasserressourcen einsetzt. »Ich möchte es eigentlich nicht als Nord-Süd-Konflikt betrachten, aber genau danach sieht es jetzt aus«, sagte Barlow. Würden die 192 Mitglieder der Vollversammlung zustimmen,...

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