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19.07.2010 / Ausland / Seite 2

»Wir werden diese Sparpolitik nicht mittragen«

Kürzungen im Sozialbereich belasten HIV-Infizierte. In Wien begann am Sonntag die Welt-AIDS-Konferenz. Ein Gespräch mit Jörg Litwinschuh

Claudia Wangerin
Jörg Litwinschuh ist ­Pressesprecher der ­Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH) in Berlin

AIDS ist in Entwicklungsländern eine der häufigsten Todesursachen junger Menschen. Hierzulande gilt die HIV-Infektion inzwischen als behandelbare chronische Krankheit. Wie ist die soziale Lage der Betroffenen, und was bedeutet die aktuelle Gesundheitspolitik für sie?

Die soziale Lage von HIV-Positiven und an AIDS erkrankten Menschen in Deutschland ist ähnlich wie bei anderen schwer chronisch Kranken auch: Sie sind viel häufiger von Armut und Ausgrenzung betroffen als andere kranke Bürger. Die geplanten und beschlossenen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen sind für die DAH besorgniserregend.

Besteht die Gefahr einer erhöhten Dunkelziffer, wenn die finanziellen Hürden für Arztbesuche und bestimmte Untersuchungen weiter steigen?

Bereits heute weiß ein Drittel der nach Expertenschätzung knapp 70000 HIV-Positiven nichts von der Infektion. Daher haben wir 2009 Testkampagnen z.B. f...

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