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15.07.2010 / Inland / Seite 5

Streit um Spendenverein

Die islamische »Internationale Humanitäre Hilfsorganisation« wehrt sich gegen das Verbot in Deutschland und übt scharfe Kritik an CDU-Innenminister de Maizière

Frank Brunner
Mustafa Yoldas ist sichtlich verbittert. »Meine Familie und ich sind es eigentlich nicht gewohnt, in Deutschland wie Al-Qaida-Terroristen behandelt zu werden«, sagt der Arzt aus Hamburg am Mittwoch in einem Berliner Kongreßhotel. Bis vor drei Tagen war Yoldas noch Vorsitzender der Internationalen Humanitären Hilfsorganisation (IHH), einer islamischen Initiative, die Spendengelder sammelt. Doch am Montag morgen stürmten Polizisten die Wohnung des 39jährigen, beschlagnahmten Laptop, Handy und ein paar Unterlagen. Hintergrund der Aktion: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte die IHH kurz zuvor verboten. Die Gruppe habe unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe palästinensische Sozialvereine finanziell unterstützt, die der Hamas zuzuordnen seien, begründete de Maizière das Verbot. Insgesamt 6,6 Millionen Euro seien so an die hierzulande als Terrororganisation eingestufte Vereinigung geflossen. Zudem werde die IHH von der islamischen Gemeinschaft...

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