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15.07.2010 / Inland / Seite 4

Hitzefrei für Reaktoren

Weil Flüsse zu warm werden, muß Leistung von Atommeilern gedrosselt werden. Umweltverbände fordern, sie gleich ganz vom Netz zu nehmen – für immer

Reimar Paul
Die anhaltende Hitze wird zum Problem für die Betreiber von Atomkraftwerken. Sie müssen die Leistung der Reaktoren drosseln, um die ohnehin warmen Flüsse durch eingeleitetes Kühlwasser nicht mehr als genehmigt aufzuheizen. Das Atomkraftwerk Unterweser, Betreiber ist E.on, in Niedersachsen produziert bereits seit Anfang Juli weniger Strom. Aber auch Kohlekraftwerke sind betroffen.

Am Montag mußte E.on auch die Leistung des AKW Brokdorf in Schleswig-Holstein für drei Stunden um 50 Megawatt reduzieren. In der Elbe hatte nach Angaben der zuständigen Aufsichtsbehörde in dieser Zeit die Wassertemperatur den Grenzwert von 23 Grad um ein Grad überschritten. Die beiden anderen schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel, die ebenfalls an der Elbe liegen, sind nach Zwischenfällen seit drei Jahren ohnehin abgeschaltet.

Für die einzelnen Flüsse bzw. Flußabschnitte gelten unterschiedliche Grenzwerte. Als ökologisch absolut kritische Marke gelten ...



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