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21.06.2010 / Ausland / Seite 7

Normalität nur an der Oberfläche

Peru: Menschenrechtsgruppen befürchten Amnestie für inhaftierte Militärs

André Scheer
Die peruanische Regierung hat Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen zurückgewiesen, sie wolle wegen der Ermordung von Regierungsgegnern inhaftierte Militärs begnadigen. Der Parlamentsabgeordnete Luis Gonzales Posada von der Regierungspartei APRA versicherte, das Kabinett von Präsident Alan García werde die ihm in der Vorwoche vom Parlament übertragenen besonderen Vollmachten im militärischen und polizeilichen Bereich nicht dazu nutzen, eine Amnestie für die Mitglieder der Colina-Todesschwadronen zu erlassen. Diese Gruppe war Anfang der 90er Jahre unter dem damaligen Staatschef Alberto Fujimori gebildet worden, um die regulären Truppen im Krieg gegen die peruanische Guerilla zu »unterstützen«. Auf ihr Konto gehen dem 2003 vorgelegten Abschlußbericht der offiziellen Wahrheits- und Versöhnungskommission zufolge zahlreiche Morde und das »Verschwindenlassen« von Oppositionellen.

Ausgelöst wurde die Debatte durch Abgeordnete wie den früheren Justizminister...

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