21.06.2010 / Politisches Buch / Seite 15

Positioneller Niedergang

Von kommunistischer Jugend zu sozialdemokratischem Alter

Leander Sukov
Im traditionsreichen Pahl-Rugenstein-Verlag ist ein Buch erschienen, welches zu lesen ich anpreise, wenn auch aus merkwürdigen Gründen. »Deckname ›Schwabe‹« heißt die Autobiografie von Walter Wangler. Der Untertitel »Der Spion, der aus dem Schwarzwald kam« ist trügerisch. Er verleitet dazu anzunehmen, es handele sich um einen weiteren Bericht eines Aufklärers. Dem ist nur halb so.

Der Autor ist, alles in allem, wie aus dem Bonmot entsprungen »Wer in seiner Jugend kein Kommunist war, hat kein Herz, wer es im Alter noch immer ist, hat keinen Verstand«. Dieser verschiedenen Urhebern zugeschiebene Unsinn ist bekanntermaßen immer eine gute Ausrede für Larmoyanz. Das paßt zu Walter Wangler. Aber was er uns mit seinem Lebensbericht gibt, ist allemal wert, gelesen zu werden.

Der Autor stammt aus einem kommunistischen Elternhaus. Aufgewachsen in der Uhrenstadt Schwennigen im Schwarzwald, schildert er uns die Lebensumstände in den vierziger und fünf...



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