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18.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Justiz im Visier

Kolumbien: Nach seinem wahrscheinlichen Wahlsieg will Santos die Staatsanwälte kontrollieren, um eine Verfolgung von Militärs zu verhindern

André Scheer
Juan Manuel Santos von der Regierungspartei »de la U« will ein »Abkommen zur nationalen Einheit«, sein grüner Konkurrent Antanas Mockus plädiert für »Einheit, die Kraft gibt«. Vor der Stichwahl um die Präsidentschaft Kolumbiens an diesem Sonntag drohten sich die beiden Konkurrenten in Phrasen zu verlieren. Doch nach der Verurteilung eines Armeeoffiziers wegen des »Verschwindenlassens« von Menschen ist die Rolle der Justiz in dem südamerikanischen Land zu einem der bestimmenden Themen der Endphase des Wahlkampfs geworden.

Im November 1985 hatte die linke Guerillaorganisation M-19 den Justizpalast in Bogotá gestürmt und Hunderte Geiseln genommen. Bei der Rückeroberung durch die Armee kamen mehr als 100 Menschen ums Leben, darunter einige der höchsten Richter des Landes und fast alle Guerilleros. 25 Jahre nach den Ereignissen verurteilte nun am Mittwoch vergangener Woche ein Gericht den früheren Oberst Guillermo Plazas Vega zu 30 Jahren Haft. Die Richter sa...

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