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18.06.2010 / Thema / Seite 10

Weltmachtillusionen 1940

Geschichte. Deutsche Politik von Compiègne bis zur »Weisung Nr. 21 (Fall Barbarossa)«

Dietrich Eichholtz
Im Sommer 1940, nach der katastrophalen Niederlage Frankreichs (siehe jW-Thema vom 7.Juni), sah sich der deutsche Imperialismus, zu Lande unbedroht, im trügerischen Glanz der Unbesiegbarkeit des »größten Feldherrn aller Zeiten«, als ungefährdeter Herr über Kontinentaleuropa. Das eigene Volk wartete auf Friedenszeiten, zu großen Teilen auf ein Wohlergehen auf Kosten anderer hoffend. »Was bekam des Soldaten Weib aus der Lichterstadt Paris?« (Brecht)

In Wirklichkeit waren Wehrmacht und Naziführung in ihren Entschlüssen nur scheinbar frei und sahen sich in einer außerordentlich komplizierten Situation, allein schon wegen ihrer in der Welt allmählich bekannten Untaten in den besetzten Ländern und wegen des Widerstands der Völker dort.

Ehe sich die strategischen Probleme Hitlers und der deutschen Führung heillos verwirrten und die »Weisung Nr. 21« am 18. Dezember 1940 den Weg zum Vernichtungskrieg gegen die UdSSR vorzeichnete, verging ein halbes Jahr interner...



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