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11.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Von Bilderberg geht ›soft power‹ aus«

Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, was besprochen wird. Gespräch mit Uwe Krüger

Marcus Klöckner
Uwe Krüger ist Mitarbeiter des Instituts für Praktische Journalismusforschung in Leipzig und untersucht die Netzwerke deutscher Journalisten in Politik und Wirtschaft

Zu den Bilderberg-Konferenzen erscheinen jedes Jahr auch handverlesene Journalisten, die sich genau wie die anderen Teilnehmer einem Schweigepakt unterwerfen. Wie bewerten Sie dieses Verhalten?

Es verletzt journalistische Grundregeln von Unabhängigkeit und kritischer Distanz zu den Mächtigen.

Journalisten brauchen doch aber exklusive Informationen und Kontakte.

Ja, sie müssen zu einem gewissen Grad die Nähe zu den Akteuren aus Politik und Wirtschaft suchen. Aber es gibt gute Merksätze, die die Grenze markieren: »Überall dabeisein, ohne dazuzugehören« oder auch »Sich nicht gemein machen, auch nicht mit einer guten Sache«. Wenn der stellvertretende Chefredakteur der Zeit im Lenkungsausschuß der Bilderberg-Konferenz sitzt und über Themen und Teilnehmer mitbestimmt, gehört er dazu und macht sich...

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