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07.06.2010 / Feuilleton / Seite 13

Die deutsche Midas-Krankheit

Vom Nutzen eines bürgerlichen Kampfbegriffs: Eine Fachtagung zum »Unrechtsstaat DDR«

Thomas Winkler
Braune Diktatur und rote Diktatur war mehr oder weniger dasselbe, den Holocaust muß man natürlich ausklammern« – am öffentlichen Diskurs zum Thema »DDR Unrechtsstaat – oder was?«, den das linksparteigeführte Justizministerium des Landes Brandenburg und das Forum Justizgeschichte e.V. am Freitag in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin überwiegend vor juristischem Fachpublikum durchführten, nahmen erwartungsgemäß auch notorische DDR-Hasser verschiedener Couleur teil. Sie kamen, dies sei vorweg genommen, nur bedingt auf ihre Kosten.

Die Bourgeoisie, die deutsche besonders, liebt es seit jeher, politische und soziale Kämpfe in der Form rechtlicher Auseinandersetzungen auszutragen. Dieses Verfahren erscheint zivilisiert und um Gerechtigkeit bemüht, schafft damit Akzeptanz über Klassengrenzen hinweg, kann in gewissen Grenzen sogar Teilprobleme lösen, hat jedenfalls eine Befriedungsfunktion und verdeckt gleichzeitig den Blick auf tiefer liegen...

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