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28.05.2010 / Feminismus / Seite 15

Sexyness als neues Korsett

Die niederländische Journalistin Myrte Hilkens prangert die »Pornofizierung« der Gesellschaft an

Mareen Heying
Frauen scheinen angeblich immer und in jeder Form zum Sex bereit zu sein, unter Einsatz all ihrer Körperöffnungen – das zumindest wird uns in Film und Werbung unausgesetzt suggeriert. Sexualisierte Bilder sind heute allgegenwärtig, und sie zeichnen ein völlig unrealistisches Frauenbild. Völlig zu recht stellt Myrte Hilkens in ihrem jetzt in deutscher Sprache erschienenen Buch »McSex« die Frage, ob es das ist, was die Mütter und Väter der sexuellen Revolution in den 60er Jahren gemeint haben. Und spricht angesichts der aktuellen Entwicklungen von »frauenverachtendem Fastfood-Sex«. Zum Dank ist die 31jährige in ihrer niederländischen Heimat vielfach als »verklemmte Emanze« beschimpft worden. Dabei stellt sie nur fest, was vielfach Realität ist: Sex ist zum Konsumartikel geworden, mit Liebe scheint »Verkehr« nur noch selten etwas zu tun zu haben.

Einleitend legt Hilkens dar, wie besonders im Hip Hop Frauen oft als unterwürfige Objekte darge...

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