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26.05.2010 / Ausland / Seite 6

Sturm auf den Präsidentenpalast

Somalia: Islamisten rücken weiter vor. Aufregung um angebliche deutsche Söldner

Knut Mellenthin
In der somalischen Hauptstadt Mogadischu gingen die Kämpfe zwischen Islamisten und regierungsnahen Milizen auch am Dienstag weiter. Die demokratisch nicht legitimierte, aber von der UNO unterstützte »Übergangsregierung« (TFG) kontrolliert nur noch kleine Teile Mogadischus. Konfrontiert mit einer hohen Desertionsrate ihrer schlecht und unregelmäßig bezahlten Soldaten hält sie selbst diese Restgebiete lediglich dank der Unterstützung durch die massiv bewaffnete afrikanische »Friedens­truppe« AMISOM. Sie ist seit Frühjahr 2007 im Einsatz, ausschließlich in Mogadischu stationiert und besteht aus 5400 ugandischen und burundischen Soldaten.

Die islamische Al-Schabaab greift seit einigen Wochen verstärkt die letzten noch verbliebenen Positionen der TFG in der Hauptstadt an und hat dabei Boden gewinnen können. Am Montag kündigte ein Sprecher der Organisation an, daß das nächste militärische Ziel die Eroberung des Präsidentenpalastes sei.

Indessen ist die vor zw...



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