26.05.2010 / Inland / Seite 4

Transporte in den Tod

Nach Berlin wird der »Zug der Erinnerung« durch Mecklenburg-Vorpommern fahren

Denis Ruh
Seit November 2007 fährt der »Zug der Erinnerung« durch Deutschland. An über 120 Bahnhöfen konnten sich bisher Besucher in der rollenden Ausstellung über das Schicksal von weit über einer Million deportierter und ermordeter Kinder und Jugendlicher informieren, die bis 1945 von der Deutschen Reichsbahn in die Vernichtungslager der Nazis transportiert wurden. Vom 8. Mai an, dem 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, machte der Zug zum wiederholten Mal Station in Berlin. An vier Bahnhöfen – Grunewald, Spandau, Schöneweide und Friedrichstraße – nutzten täglich rund 1500 Menschen die Gelegenheit, die Exposition zu besuchen.

Auf grausame Bilder verzichten die Ausstellungsmacher. Statt dessen sieht man Fotos von fröhlich spielenden Kindern. Um so erschütternder ist die Lektüre der Begleittexte. Dabei erfährt man, daß es sich um die letzten Aufnahmen der Kinder handelt, ehe sie umgebracht wurden. Furchtbar sind auch jene erhalten gebliebenen Bri...

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