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15.05.2010 / Inland / Seite 4

Mieteraktivist soll raus

Berlin: Wohnungsunternehmen setzt Sprecher der Kreuzberger Fanny-Hensel-Siedlung mit ­extremen Forderungen unter Druck

Christian Linde
Erst vor wenigen Tagen ist der Freitod des Berliner Mieteraktivisten Dieter Bernhardt bekannt geworden. Er war aufgrund exorbitanter Mieterhöhungen vom Verlust seiner Wohnung bedroht (jW berichtete). Am Freitag hat sich nun Sebastian Jung, der Sprecher des Berliner Bündnisses Sozialmieter, mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit gewandt. Sebastian Jung bewohnt eine 50-Quadratmeter-Wohnung in der Fanny-Hensel-Siedlung im Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg. Die 15000 Haushalte dort sind durch den vom rot-roten Senat 2004 beschlossenen Wegfall der Anschlußförderung im sozialen Wohnungsbau akut von extremen Mietsteigerungen betroffen. Jung ist nun zusätzlich mit einer drastischen Mietforderung konfrontiert.

Betrug der Mietzins im Februar noch 5,33 Euro pro Quadratmeter, also 268,95 Euro netto kalt, lag die Miete nach der ersten Erhöhung mit 7,04 Euro bereits bei knapp 355 Euro. Mit Schreiben vom 11. Mai macht die Eigentümerin nun ab kommenden Juni mit 13,04 Eu...

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