11.05.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Gespenst« im Landtag

Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen: Die Linke findet sich zur eigenen Überraschung jetzt in einer Schlüsselposition wieder

Peter Wolter
Das »Gespenst des Kommunismus« wird in Nordrhein-Westfalen (NRW) schon lange beschworen – seit Sonntag hat es in Gestalt der Linkspartei sogar dreist mitten im Landtag Platz genommen. Und schon geht so gut wie nichts mehr: Schwarz-Gelb muß aufgeben, die SPD-Grüne- und die CDU-Grüne-Variante des politischen Neoliberalismus haben ebenfalls keine Mehrheit. Damit NRW überhaupt eine Regierung bekommt, gibt es zwei Möglichkeiten: Eine große Koalition aus SPD und CDU oder die »rot-rot-grüne« Einigung. Und für beides ist die Linkspartei zu ihrer eigenen Überraschung das Zünglein an der Waage.

Hessen läßt grüßen, die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft ist offensichtlich in die Ypsilanti-Falle getappt. Im Unterschied zu ihrer Wiesbadener Kollegin hatte sie sich vor der Wahl allerdings nicht auf eine platte Absage an die ungeliebten Roten festgelegt, denen zu Unrecht nachgesagt wird, sie hätten kommunistische Ambitionen. Mit semantischem Feinsinn hatte Kra...

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