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10.05.2010 / Ausland / Seite 7

Japans Premier vor Rücktritt

Nach Massenprotesten gegen US-Militär droht Scheitern der Regierungskoalition in Tokio

Josef Oberländer
Japans Premierminister Yukio Hatoyama steht mit dem Rücken zur Wand. Bis Ende Mai wollte er eine Lösung im Streit um den US-Militärstützpunkt Futenma auf Okinawa gefunden haben. Eine Verlegung der dort stationierten US-Marines, wenn schon nicht gleich auf die Pazifikinsel Guam, dann doch zumindest weg von der Inselgruppe, war 2009 ein Wahlversprechen des Mitbegründers der Demokratischen Partei gewesen. Doch daraus wurde nichts. Hinter den Kulissen machten die Vereinigten Staaten Druck. Nun sollen die Hubschrauber auf Okinawa bleiben, allerdings aus der dicht besiedelten Inselhauptstadt Ginowan heraus in die Nähe des Stützpunkts Camp Schwab verlegt werden. So war das eigentlich schon 2006 mit der konservativen Regierung unter Junichiro Koizumi vereinbart worden. Umweltschützer und Anwohner protestieren seitdem gegen die dafür geplante Aufschüttung einer künstlichen Insel als Landeplatz. Jetzt soll diese Insel ...

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