07.05.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Griechische Lektionen

Institut der deutschen Wirtschaft fordert EU-weite »Schuldenbremse«, Maßnahmen gegen Spekulation bei Staatsanleihen und weitere Marktliberalisierungen

Rainer Balcerowiak
Die in den vergangenen Tagen oft benutzte Einschätzung, daß »Europa am Scheideweg« stehe, kann auch Michael Hüther unterschreiben. Gefährdet sei momentan nicht nur die Gemeinschaftswährung, sondern der gesamte europäische Integrationsprozeß, sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Ratingagenturen und die internationalen Kapitalmärkte trieben die EU auf den Weg in eine Transferunion. Mit dem Ziel, bis 2010 zum »wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt« zu werden, sei die Union gescheitert. Selbst langfristig sei dieses Vorhaben nur durch eine radikale Umkehr in der europäischen Finanzpolitik zu realisieren.

Gläubiger sollen verzichten

Das IW fungiert als wichtigster Thinktank des realwirtschaftlichen Teils des Großkapitals und ist auf die Abzocker auf den Finanzmärkten ebenso schlecht zu sprechen wie auf die »hektischen Rettungsbemühungen«...

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