04.05.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schweinische Probleme

Nach Griechenlands Ruin richten die Finanzmärkte nun ihren Blick auf Portugal. Soziale Abwehrkämpfe vor neuen Herausforderungen

Peter Steiniger
Nicht alle Schweine sind gleich: Portugal ist nicht (wie) Griechenland. Der Vergleich wird in diesen Tagen auch am Tejo viel strapaziert. Er klingt wie ein Bannspruch, der ein drohendes Übergreifen der monetären Krise in Hellas auf das nächste schwache Glied in der EU-Kette abwenden soll. Doch das in den Medien und in der Finanzwelt mittlerweile eingebürgerte Acronym »PIGS« (engl.: Schweine), welches für die Anfangsbuchstaben Portugals, Italiens, Griechenlands und Spaniens steht und die weiche Flanke der Euro-Länder markiert, besudelt das iberische Land nicht ganz willkürlich.

Portugal hat mit einer anhaltenden und tiefgreifenden strukturellen Krise zu kämpfen. Die verarbeitende Industrie steht unter dem wachsenden Konkurrenzdruck anderer Billiglohnländer. Die Landwirtschaft ist wenig effizient, eine starke Migration aus dem Binnenland in die küstennahen Zentren verstärkt ökonomische und soziale Disparitäten. Das Sprudeln der Einnahmequelle Tourismus ist...

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