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24.04.2010 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Indígenas sind nicht die Gärtner der Artenvielfalt«

Gespräch mit Walter Prudencio Magne Veliz. Über die Klimakonferenz in Bolivien, neue Horizonte, neoliberale Umweltschützer und den Aufbau des Sozialismus

André Scheer
Walter Prudencio ­Magne Veliz ist Botschafter des Plurinationalen Staates Bolivien in Berlin.

Am Donnerstag ist in Cochabamba die »Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde« zu Ende gegangen. Sie wurde von Boliviens Präsident Evo Morales nach dem Scheitern des UN-Klimagipfels in Kopenhagen initiiert. Wie bewerten Sie die Ergebnisse dieses Treffens?

Die Konferenz von Cochabamba war zweifellos ein Erfolg, denn sie hat alle Erwartungen der sozialen Bewegungen und der bolivianischen Regierung übertroffen. Anfangs hatten wir damit gerechnet, daß vielleicht 10000 Menschen zur Konferenz kommen würden. Dann zeichnete sich ab, daß es mehr würden, man sprach von 15000 Menschen. Aber jetzt haben dort über 30000 Menschen teilgenommen, mehr als 142 Länder waren vertreten, fünf Kontinente. Das vermittelt uns eine Idee von der Bedeutung und der Resonanz, der Akzeptanz, die der Aufruf des Präsidenten gefunden hat.

Aber Staatschefs waren...


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