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20.04.2010 / Ansichten / Seite 8

Goldmans Stern sinkt

Ermittlungen gegen US-Spitzenbank

Rainer Rupp
Am Freitag hat die US-Finanzaufsichtsbehörde (SEC) ein Betrugsverfahren gegen den weltgrößten Finanzkonzern Goldman Sachs eingeleitet. Das Haus war bislang die Topadresse an der Wall Street. In den zurückliegenden Jahrzehnten gab es kaum eine US-Regierung, in der nicht Goldman-Spitzenpersonal auf Posten wie Finanzminister oder Chefberater diverser Präsidenten vertreten war. Und es war ein heftiges Geben und Nehmen, vor allem letzteres. Wollte der Konzern von den US-Regierungen Gesetzesänderungen oder Ausnahmeregelungen, bekam er sie auch. Zugleich war jedem Kongreßabgeordneten klar, daß Kritik am Geschäftsgebaren Goldmans politischem Selbstmord gleichkam. Der jetzt erhobene Betrugsvorwurf durch die SEC kann als Sensation gelten, denn die Bank galt bislang als unangreifbar.

Das mächtigste Finanzunternehmen der Welt wird verdächtigt, auf zwei Seiten zugleich gespielt zu haben, ohne beide zu informieren. Es ist quasi so, als hätte ein Fußballer, der ...

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