Der Schwarze Kanal
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19.04.2010 / Inland / Seite 4

Trauer um Yeni P.

Hamburg: Erneut Selbstmord in Abschiebehaft. Linke und SPD fordern Debatte über Flüchtlingspolitik. Spontandemonstration für Bleiberecht

Andre Lenthe
Am Freitag hat sich in Hamburg erneut ein Abschiebehäftling das Leben genommen. Eine Mitarbeiterin der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hahnöfersand entdeckte die 34jährige Indonesierin am Morgen in ihrer Zelle. Die Frau hatte sich mit dem Gürtel ihres Bademantels erhängt.

Yeni P. saß seit dem 9. April in Abschiebehaft, nachdem sie gegen Aufenthaltsbestimmungen verstoßen hatte und deshalb zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden war. Die genauen Todesumstände werden derzeit noch untersucht, teilte die Justizbehörde mit. »Wir tragen derzeit alle Informationen zu Yeni P. und ihrem Selbstmord zusammen und prüfen kritisch die Abläufe«, so Justizsenator Till Steffen (Grüne) am Wochenende. Erst am 7. März wurde der Flüchtling David M. in der Hansestadt nach langem Hungerstreik kurz vor seiner geplanten Abschiebung tot im Gefängniskrankenhaus aufgefunden. Auch er saß in der JVA Hahnöversand ein.

»Dieser zweite tragische ...



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