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16.04.2010 / Ausland / Seite 7

Einsamer Präsident

Ein Jahr nach seinem Wahlsieg haben sich El Salvadors Staatschef Mauricio Funes und seine Partei entfremdet

André Scheer
Noch ist Mauricio Funes populär. Eine Umfrage des nicaraguanischen Meinungsforschungsinstituts M&R Consultores ergab für den vor einem Jahr gewählten und seit dem 1. Juni 2009 amtierenden Präsidenten El Salvadors Zustimmungswerte von mehr als 67 Prozent. Zugleich ist die rechte Opposition in dem zentralamerikanischen Land in die schwerste Krise ihrer Geschichte geschlittert. In den vergangenen Wochen haben bislang 14 Abgeordnete der Rechtspartei ARENA, die als politischer Arm der Todesschwadronen während des Bürgerkriegs galt, ihrer Formation den Rücken gekehrt und sich zu einer neuen Organisation unter dem Namen GANA zusammengeschlossen.

Kritik aus eigenen Reihen

Gefahr droht Funes deshalb weniger von der rechten Opposition, als vielmehr aus dem eigenen Lager. In den fast elf Monaten seiner Regierungszeit hat er sich zunehmend von der Partei entfremdet, auf deren Ticket der frühere Journalist des US-Fernsehsenders CNN in den Präsidentenpalast gelangt ist...

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