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09.04.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es droht ein Zerfall wie in Jugoslawien«

Unabhängigkeit des Südsudans verstärkt andere Sezessionen. Ein Gespräch mit Christoph Marischka

Klaus Repken
Christoph Marischka ist Mitglied im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. Tübingen

Grundlage für die Wahlen im Sudan und das für Januar vorgesehene Referendum ist das »Umfassende Friedensabkommen« (CPA) zur Beendigung des Bürgerkriegs von 2005. Hat es tatsächlich Frieden gebracht?

Es kam unter massivem – auch militärischem – Druck der EU und der USA zustande. Er wurde mit einem Völkermord in Darfur begründet, dessen Stattfinden nach wie vor umstritten ist. Das Abkommen klammerte die Situation in Darfur jedoch explizit aus und sollte im wesentlichen eine Sezession des Südens vorbereiten. Tatsächlich hat es den Charakter eines Waffenstillstandes. Die sudanesischen Truppen zogen sich zwar aus dem Süden zurück, aber dort rüstet insbesondere die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) massiv auf und wird dabei international unterstützt. Die sudanesischen Truppen haben ihre Aktivitäten teilweise nach Darfur verlagertww und steh...

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