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08.04.2010 / Ausland / Seite 6

Kein Tee aus Marseille

Frankreich: Unilever-Beschäftigte seit vier Wochen für höhere Löhne im Streik

Andreas Förster, Marseille
Die seit einem Monat bestreikte Fralib-Fabrik hat auf den ersten Blick nichts besonderes: Angesiedelt in einem Industriegebiet nahe der Mittelmeermetropole Marseille, ist sie ein kleines Rädchen im weltweiten Mischkonzern Unilever. Die Belegschaft wurde allein in den letzten drei Jahren um 26 Prozent verringert. Die verbliebenen 183 Beschäftigten füllen hier u.a die Teebeutel der Marke Lipton für die Märkte in Frankreich, Italien und den Niederlanden.

Am 8. März, inmitten des Regionalwahlkampfes, der dem konservativen Lager von Präsident Sarkozy eine deftige Niederlage bescherte, traten die Beschäftigten – Arbeiter und Angestellte – in den Streik. Im Rahmen der alljährlichen Lohnverhandlungen fordern sie 200 Euro mehr für alle. Das Besondere ist nicht nur die Dauer der Auseinandersetzung, sondern auch die Informationspolitik, mit der die Gewerkschaften CGT und CGC die Steigerung von über zehn Prozent für die unteren Lohngruppen durchsetzen wo...

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