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25.03.2010 / Feuilleton / Seite 12

Puppen haben keine Pickel

Wo Eva Herman das Sagen hat, kann es keine guten Pornos geben: Eine Veranstaltung der Reihe »Reclaim Feminism« in Berlin

Elsa Köster
Sex, spritz, fertig, tschüs. Pornodrehbücher sind eher schnell geschrieben. Obligatorisch ist das mit Sperma versehene Frauengesicht. Ende gut, alles gut. Die feministische Bewegung unter Alice Schwarzer fand auf soviel Vielfalt nur eine Antwort: »PorNo«. Daß in der Frauenbewegung immer auch über einen sogenannten »sex-positiven« Zugang zu dem Thema diskutiert wurde, drang lange nicht an die Öffentlichkeit.

Doch jetzt gibt es »PorYes«. Das Label wurde voriges Jahr ins Leben gerufen, zur Verleihung des ersten feministischen Pornofilmpreises in Europa. Am Sonntag wurde die PorYes-Bewegung bei der Veranstaltungsreihe »Reclaim Feminism« in Berlin diskutiert. Ein Bündnis aus antifaschistischen und feministischen Gruppen will den Neokonservativen in Deutschland die Deutungshoheit über den Feminismus wieder entreißen. Denn wo Eva Herman das Sagen hat, kann es keine guten Pornos geben.

Als die Organisatorin des feministischen Pornoawards, Laura Merrit, mit ihre...



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