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16.03.2010 / Feuilleton / Seite 13

Hotel & Lobby

Was die Jubel-ITB und der Widerwille gegen Westerwelle gemein haben

Wiglaf Droste
In harmloseren Tagen verabredeten sich Reisende gern in der Lobby eines Hotels, also in der Empfangshalle. Seit sich aber die Ideologen der aggressiven Marktwirtschaft ans Ruder klammern und krallen, hat das Wort Hotel-Lobby eine andere Bedeutung. Nachdem die deutschen Bettenanbieter umsatzsteuerentlastet wurden, fragte sich mancher: Was hat ein Hotelier, das ich nicht habe? Die Antwort ist kurz: Er hat eine Lobby. Und die wiederum hat in der Regierung Merkel/Westerwelle offenbar jede Menge Füße in der Tür.

Kaum ist die steuerliche Besserstellung der Hotellerie durchgedrückt, meldet die Branche in selbstvergessenem Jubel: Nicht nur 2010 wird ein Spitzenjahr – auch 2009 und 2008 ging es uns schon glänzend! Ins Deutsche übersetzt: Danke für die Spende; sie wäre zwar nicht nötig gewesen, aber Geschenke sind immer willkommen. Wir haben kräftig nachgeholfen, Klagen gehört nun mal zum Handwerk, man muß sich nur zu helfen lassen wissen. Und was wäre das a...

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