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12.03.2010 / Ausland / Seite 7

Somalia-Hilfe zweckentfremdet

Laut bisher unveröffentlichter UN-Studie soll fast die Hälfte der Lieferungen in falschen Händen landen

Knut Mellenthin
Fast die Hälfte der Ernährungshilfe für Somalia landet in falschen Händen statt bei der notleidenden Bevölkerung. Das steht angeblich in einer UNO-Studie, über die die New York Times am Dienstag berichtete. Das Papier soll voraussichtlich am nächsten Dienstag im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen diskutiert werden. Es ist bisher unveröffentlicht, und die New York Times behauptet lediglich, die Studie sei ihr »gezeigt« worden. Der stellvertretende Direktor der hauptsächlich angegriffenen UN-Hilfsorganisation World Food Program (WFP) erklärte gegenüber der Tageszeitung, den Untersuchungsbericht noch nicht gesehen zu haben.

Laut New York Times steht in dem Report, daß rund 30 Prozent der Hilfslieferungen von örtlichen Vertragspartnern und vom einheimischen WFP-Personal »abgezweigt« werden. Zehn Prozent behielten die somalischen Transporteure ein. Nicht klar wird an diesem Punkt, wie weit es sich dabei lediglich um eine normale Vergütung ihrer Dienstleist...

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