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10.03.2010 / Inland / Seite 2

»Kollegen werden in Sippenhaft genommen«

S-Bahner wehren sich gegen Pauschalvorwürfe des Eisenbahn­bundesamtes. Ein Gespräch mit Heiner Wegner

Rainer Balcerowiak
Heiner Wegner ist Betriebsratsvorsitzender bei der Berliner S-Bahn

In einem offenen Brief werfen Sie dem Eisenbahnbundesamt (EBA) vor, die S-Bahn schlechtzureden, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Wo hat die Behörde Ihrer Einschätzung nach konkret versagt?

Das EBA hat versagt, weil es der Entwicklung bei der S-Bahn jaherelang tatenlos zugesehen hat. Mitarbeiter haben die Behörde frühzeitig und regelmäßig über Mißstände und mögliche Sicherheitsprobleme informiert, und zwar sehr konkret und das spätestens seit 2005. Deshalb ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, daß das EBA erst so spät reagiert hat. Und wenn man sich jetzt hinstellt und die Leistung der S-Bahner in Gänze in Frage stellt und behauptet, wir hätten Unterlagen verschlampt und nie verrnünftige Kontrollen durchgeführt, dann ist das einfach der Gipfel der Unverschämtheit. Die Kollegen werden in Sippenhaft genommen.

Es ist unbestreitbar, daß es gravierende, teilweise systematische W...


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