06.03.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampf um Kirkuk

Im kurdisch dominierten Nordirak wird erbittert um den Zugriff aufs Öl gestritten. Die Parlamentswahlen sind da bestenfalls zweitrangig. Eine Reportage

Karin Leukefeld, Sulaimania
Der Himmel scheint sich über Sulaimania geöffnet zu haben in diesen frühen Morgenstunden. Das Taxi weicht tiefen Pfützen und riesigen Schlaglöchern aus, der Fahrer Ali nimmt kleine Nebenstraßen, um schneller die Stadtgrenze zu erreichen. Im arabischen Radioprogramm der britischen BBC berichtet der Nachrichtensprecher von den Anschlägen in Bakuba, bei dem am Vortag 35 Menschen getötet und mindestens 60 Menschen verletzt wurden. Die Anschläge folgten in dichter Folge und trafen, wie schon so oft im Irak, schließlich auch Ärzte und Krankenwagenfahrer, die den Opfern der vorhergehenden Anschläge zur Hilfe geeilt waren. »Wie können Menschen so etwas machen«, seufzt Ali kopfschüttelnd. Dann dreht er das Radio lauter, hört aufmerksam zu und beginnt zu übersetzen. Gesendet wird ein Interview mit dem ehemaligen irakischen Geheimdienstchef Mohammed Abdullah Al-Shahwani, der im August 2009 zurücktrat und nach London floh. Shahwani, sunnitischer Turkmene aus Kirkuk u...

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