05.03.2010 / Inland / Seite 4

Abschied von einem Wehrmachtsdeserteur

Am Sonnabend in Berlin: Gedenkveranstaltung für den Résistancekämpfer Kurt Hälker

Peter Rau
Die ohnehin überschaubare Zahl von deutschen Résistants– Teilnehmern am antifaschistischen Widerstand in Frankreich – ist weiter geschrumpft. Nach zuletzt Peter Gingold, Ernst Melis oder Gerhard Leo mußten deren wenige noch lebenden Vetreter nun auch den Tod von Kurt Hälker bekanntgeben. Der Mitbegründer und langjährige Geschäftsführer des 1992 gegründeten Verbandes Deutscher in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung »Freies Deutschland« (DRAFD) war am 4. Februar im Alter von 87 Jahren in Berlin verstorben.

Hälkers Weg in den Widerstand gegen Hitler und den Krieg war dem 1922 in einem katholischen Elternhaus in Duisburg Geborenen mitnichten in die Wiege gelegt worden. Selbst als der gelernte Polsterer 1941 zur Wehrmacht einberufen und nach einer Ausbildung zum Marinefernschreiber nach Paris kommandiert wurde, wähnt er sich zunächst wie »Gott in Frankreich«, zumindest in einem sicheren Hinterland, fernab ...

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