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04.03.2010 / Ausland / Seite 7

Wem nützt Zapatas Tod?

Internationale Kampagne gegen die Regierung in Havanna

André Scheer
Der Tod eines kubanischen Häftlings nach einem 85 Tage dauernden Hungerstreik hat eine internationale Kampagne gegen die Regierung in Havanna ausgelöst. Der Sprecher des State Departments in Washington, Philip J. Crowley, erklärte postwendend, der Tod von Orlando Zapata Tamayo unterstreiche »das Unrecht Kubas«. Für die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung paßt »der Tod Zapatas (...) zur insgesamt tristen Situation der Menschenrechte auf Kuba«. Amnesty International sprach unter Berufung auf kubanische Regierungsgegner von »vorsätzlichem Mord«.

Ohne näheres Hinsehen zählten diese Kommentatoren Orlando Zapata zu 75 Regierungsgegnern, die im März 2003 von den kubanischen Behörden als US-Söldner verhaftet wurden. Allerdings war Zapata bereits ein Jahr zuvor wegen zahlreicher Delikte verurteilt worden, die er seit 1998 begangen hatte, und die keinen politischen Hintergrund erkennen ließen, darunter Hausfriedensbruch und illegaler Waffenbesitz. Am 7. März 2003 wu...

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