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20.02.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Das Erbe der Lea G.

Oder: Puritz’ Blamage. Eine neue Runde in der Auseinandersetzung um den Hans- und Lea-Grundig-Preis an der Greifswalder Universität

Cristina Fischer
Es könnte eine aktuelle Ansicht der Ostsee im Greifswalder Bodden sein: aufgetürmte Eisschollen im zugefrorenen Meer, in denen ein einsames Schiff zerbrochen und untergegangen ist. Das nach dem romantischen Maler Caspar David Friedrich benannte Institut der Greifswalder Universität zeigt auf seiner Homepage eine Collage von Gemälden dieses Künstlers, im Vordergrund eben »Das Eismeer«. Das Bild aus der Hamburger Kunsthalle ist (fälschlich) auch unter dem Titel »Die verunglückte ›Hoffnung‹« bekannt. Im Internet heißt es darüber, zu den religiösen Deutungen des Gemäldes seien »inzwischen vermehrt politische Interpretationen getreten«. Sicher sei, »daß Friedrich ein Bild der Vernichtung, Verlassenheit, Erstarrung und erbarmungslosen Kälte gemalt hat«.

Sicher ist ebenfalls, daß das Werk in Deutschland 1823/24 entstand, in einer Zeit der Restauration und Reaktion also.

Die Kritik einiger Kunstwissenschaftler und Künstler sowie linker Medien am U...



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