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13.02.2010 / Geschichte / Seite 15

Die Aufteilung Afrikas

Vor 125 Jahren unterzeichneten 14 Kolonialmächte in Berlin die »Kongo-Akte«

Alexander Bahar
Vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885 tagten in Berlin Repräsentanten der 14 seinerzeit bedeutendsten Kolonialmächte: Belgien, Dänemark, Deutsches Reich, Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich-Ungarn, Portugal, das Osmanische Reich, Rußland, Schweden-Norwegen (bis 1905 in Personalunion), Spanien und die USA. Auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck waren sie im Reichskanzlerpalais in der Berliner Wilhelmstraße zusammengekommen, um den Handel an den Flüssen Kongo und Niger zu regeln und ihre Einflußsphären auf dem afrikanischen Kontinent abzustecken.

Die Konferenz, die die internationale Krise um das Kongobecken beendete, löste einen regelrechten Wettlauf um koloniale Besitzungen aus. Hatten sich 1876 gerade einmal zirka zehn Prozent des afrikanischen Kontinents in europäischer Hand befunden, änderte sich die Situation in nur 25 Jahren dramatisch. 1902 waren 90 Prozent des Territoriums Afrikas verteilt.
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