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11.02.2010 / Ansichten / Seite 8

Ver.di bleibt sich treu

Nullrunde für Berlins Landesbedienstete

Rainer Balcerowiak
Die ohnehin erstaunlich leidensfähige Berliner Basis der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wird jetzt erneut vor eine harte Prüfung gestellt. Denn der am Dienstag früh von der Führung mit dem Senat ausgehandelte »Kompromiß« reiht sich nahtlos in die lange Reihe der tarifpolitischen Zumutungen ein, mit denen öffentlich Bedienstete und Mitarbeiter von Eigenbetrieben des Landes seit Jahren bedacht werden.

Der Abschluß, zu dem die Mitglieder jetzt noch »befragt« werden sollen, ist eine Mischung aus Reallohnabbau und Absichtserklärungen für eine bessere Zukunft. Im Mittelpunkt steht eine Nullrunde für das laufende Jahr sowie die Vereinheitlichung der Wochenarbeitszeit auf 39 Stunden. Für die im Westteil tätigen Mitarbeiter bedeutet dies eine halbe Stunde Mehrarbeit ohne Lohnausgleich, was einer Nominallohnsenkung von knapp 1,3 Prozent entspricht. Im August 2011 sollen die Einkünfte dann auf 97 Prozent des Niveaus der Tarifgemeinschaft der Länder angehoben un...

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