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06.02.2010 / Inland / Seite 2

»Junge Leute müssen meist sofort gehen«

Leiharbeiter sind die ersten, die gefeuert werden: Seit Beginn der Wirtschaftskrise schon 200000 Entlassungen. Ein Gespräch mit Günter Figura

Gitta Düperthal
Günter Figura ist seit zwölf Jahren Leiharbeiter und hat 2009 den Gesamtbetriebsrat für Bayern beim Leiharbeitskonzern Tuja mit Hauptsitz in Ingolstadt mitgegründet

Sie arbeiten seit zwölf Jahren in Leiharbeit, wie gestaltet sich Iihr Leben aufgrund dieser Tatsache?

Viele leiden unter dem ständigen Firmenwechsel. Mir macht das nicht viel aus: Meine Kinder sind erwachsen, und ich lebe von meiner Frau getrennt. Ich bin Baufachwerker, habe aber auch als Eisenflechter gearbeitet. Wenn ich in großen Firmen arbeite, bekomme ich etwa 1400 Euro netto monatlich -–werde ich aber an eine kleinere Firma verliehen, die sich nicht an den Manteltarifvertrag hält, könnten es plötzlich nur noch 1000 sein. Dann wird es eng. Ich bin bei der Autoindustrie gelandet. Bis 2004 war gesetzlich festgelegt, daß ein Leiharbeiter nur bis zu einem Jahr in einem Unternehmen arbeiten durfte – ansonsten hätte die Firma ihn fest anstellen müssen. Deshalb mußte ich damals stets...

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