04.02.2010 / Ausland / Seite 6

Schmutziger Krieg und wachsende Armut

In Kolumbien ist eine Verbesserung der Lage für die Bevölkerung nicht in Sicht

Santiago Baez
In Kolumbien geht der schmutzige Krieg gegen die Opposition weiter. Am Dienstag wurde ein Führungsmitglied des Gewerkschaftsbundes CUT im Departamento Antioquia von unbekannten Tätern angegriffen, als er seine Wohnung verließ. Einem Bericht des Rundfunksenders Caracol zufolge wurde Alirio Salazar sofort in ein Krankenhaus der Provinzhauptstadt Medellín eingeliefert. Mittlerweile soll er außer Lebensgefahr sein.

Nach wie vor gilt Kolumbien laut Einschätzungen des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) als das für Aktivisten der Arbeiterbewegung gefährlichste Land der Welt. Allein im Jahr 2008 wurden dem IGB-Jahresbericht 2009 zufolge 49 Gewerkschaftsmitglieder ermordet. Bis Ende November zählte die CUT 36 getötete Gewerkschafter seit Beginn des Jahres 2009. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Ende Januar wurde in der kleinen Ortschaft La Macarena in der Region Meta, etwa 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Bogotá, das bislang größte Massengrab der jü...

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