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03.02.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Irak will Besatzer wegen Uranmunition verklagen

Mißbildungen bei Neugeborenen und Krebserkrankungen: Regierung in Bagdad fordert von Großbritannien und USA Entschädigung für Opfer

Karin Leukefeld
Das Ministerium für Menschenrechte im Irak will gegen Großbritannien und die USA wegen extensiven Gebrauchs von abgereicherter Uranmunition (DU) Klage einreichen. Das sagte die zuständige Ministerin Wijdan Mikhail Salim der irakischen Tageszeitung As Sabah. Grundlage der Klage seien Berichte der Ministerien für Umwelt und Wissenschaft, wonach die Invasionsarmeen beider Staaten bis zu 2000 Tonnen DU-Munition eingesetzt hätten. Derartige Geschosse sind mit abgereichertem Uran (depleted uranium) ummantelt, um ihre Durchschlagskraft zu erhöhen. DU-Munition ist hochtoxisch und nach Ansicht der Ministerien für die steigende Zahl an Krebserkrankungen in den früheren Kampfgebieten verantwortlich. Auch die Zahl von Neugeborenen mit Mißbildungen steigt an. Für das völlig überlastete Gesundheitswesen im Irak ist die hohe Zahl von Krebserkrankungen eine zu große Herausforderung, sagen Ärzte. Es fehlt an Medikamenten und Therapiemöglichkeiten.

Nach Aussage des irakis...

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