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03.02.2010 / Ausland / Seite 7

Riesenplan am Amazonas

Brasiliens Regierung gibt grünes Licht für drittgrößtes Staudammprojekt der Welt. Widerstand von Umweltschützern und indigenen Völkern

Andreas Knobloch
Am Montag hat die brasilianische Regierung nach zwei Jahrzehnten Planung grünes Licht für das Staudammprojekt Belo Monte im Herzen des Regenwaldes gegeben. Doch vor allem Indigena-Vertreter und Umweltgruppen protestieren gegen den Bau.

Die Baukosten des Staudamms sind auf umgerechnet knapp acht Milliarden Euro veranschlagt. Den Großteil der Finanzierung übernimmt wohl die staatliche Entwicklungsbank BNDES. Mit einer Stromleistung von 11000 Megawatt wird Belo Monte am Xingu, einem Nebenfluß des Amazonas, nach dem Drei-Schluchten-Stausee in China und dem gemeinsam von Brasilien und Paraguay betriebenen Itaipú-Staudamm zum drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt. Das Projekt ist Teil des sogenannten Programms zur Beschleunigung des Wachstums (PAC), einer riesigen, von der brasilianischen Regierung aufgelegten Agenda zur Förderung der Infrastruktur des Landes. Die Regierung in Brasilia erachtet die Errichtung von Wasserkraftwerken als unabdingbar für die Siche...

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