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03.02.2010 / Feuilleton / Seite 13

Respektiert die Betriebsräte!

Nachtrag zu einem Unwort

Joe Straubinger
Bald ist es ein Jahr her, daß die Konzernchefin Schaeffler ihren roten Schal aus dem Schrank holte, um sich vor dem Personal, das sich mit ihren Berechnungen solidarisch erklärte, unter Tränen in den Winter zu stellen. Es waren und sind eben Krisenzeiten. Die verlangen allen Seiten ihren Beitrag ab. Daß die wirklich zählbaren Beiträge von den Belegschaften zu kommen haben, und diese das auch völlig in Ordnung finden, dafür wirkten und bürgten im vergangenen Jahr sehr lautstark führende Betriebsräte, manche gleich als »Gesamtbetriebsratschefs«. Trotzdem sind diese vom Arbeitsvolk ausgewählten Funktionäre des Standorts Deutschland notorisch Anfeindungen ausgesetzt. Deshalb hat die Jury für das »Unwort des Jahres 2009« Mitte Januar mit der sprachmoralischen Verurteilung des Begriffs »betriebsratsverseucht« eine Lanze für die Mitarbeitervertretungen gebrochen.

Die Logik, für die Betriebsräte nicht nur in der Krise stehen, hat der Opel-Gesamtbetriebsratschef ...

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