30.01.2010 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Sogenannte Regulierung

Militärzuchthaus für Arbeiter, Paradies für Banker: Die Autoren des Buches »Imperialismus heute« über staatsmonopolistischen Kapitalismus während des Ersten Weltkrieges in Deutschland

Einen raschen Aufschwung nahm die Konzentration und Zentralisation der Produktion und des Kapitals in den Jahren des Ersten Weltkrieges. Die Produk­tion der Monopole für den Krieg wuchs außerordentlich. Andererseits gerieten Klein- und Mittelbetriebe in größerem Umfang in Abhängigkeit von Monopolunternehmen, viele von ihnen wurden im Verlaufe des Krieges zwangsweise geschlossen. Um dies zu organisieren, schuf im Dezember 1916 das Kriegsamt einen Ständigen Ausschuß für Zusammenlegung von Betrieben (SAZ). Ein Jahr später übertrug man diese Aufgabe dem Reichswirtschaftsamt. Von 1916/1917 an legten die Behörden beispielsweise von 1500 Schubfabriken 1100 still, das gleiche geschah mit 856 Seifenfabriken, in den Baumwollspinnereien wurden von zehn Millionen Spindeln 6,5 Millionen außer Betrieb gesetzt. Der Prozeß der Konzentration und Zentralisation wurde weiter vorangetrieben durch die Bildung von Zwangskartellen, in denen die stärksten Monopole die bestimmend...

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